Getreideprojekt

 

Patrick Schmidt betreibt an unterschiedlichen Standorten biologisch-dynamische Getreidezuchtprojekte,
die im Folgenden beschrieben werden.

 


Zielsetzung des Projektes

Die Entwicklung flexibler, nachbaufähiger, hofeigener Getreidesorten. Dies erfolgt - aufbauend auf meist langjährig und biodynamisch geführten Zuchtsorten und Landsorten - in der Region Vulkaneifel. Entwicklung der Hofsorten unter Anwendung von regenerierenden und aufbauenden Methoden und Maßnahmen zu Sorten, die back- und vermarktungsfähig werden.


Getreidesorten und Standorte

Eingesetzt werden alte Landsorten von Einkorn, Emmer, Dinkel, Hafer, Sommer- und Winterweizen. Alle Sorten und Arten durchliefen die Saatzuchtarbeit G.W. Schmidts in der Hera-Forschungsstelle für ökologischen Landbau, Pflanzen- und Tierzucht e. V., Uess/Eifel.
Sie wurden seit 2002 in Nachtsheim/Eifel in die Zucht genommen und befinden sich dadurch zum größten Teil schon seit mehr als 10 Jahren im Raum Vulkaneifel im Anbau.

Die Zuchtversuche finden auf verschiedenen Höfen in der Region statt. Die Zuchtstreifen sind in die landwirtschaftlichen Flächen integriert. Der Einsatz von vier Standorten wurde gewählt für die Maßnahmen: Standortwechsel, Sortenanpassung und Vielfaltentwicklung sowie Vermehrung. Mittlerweile sind auch in Norddeutschland Höfe dazugekommen, andere sind weggefallen:

  • Nachtsheim: EG-Bio-Anbau unter Anwendung biodynamischer Prinzipien, 500m üNN, schluffiger Lehmboden, steinig, 25-35 Bp., rauhe Witterung, mittlere Niederschläge;
    Bauer: Josef Theisen
  • Lahnstein: EG-Bio-Anbau, 150-200m üNN, sandiger Lehmboden, tiefgründig, 50 Bp., mittlere-geringe Niederschläge; Bauer: Frau Dehe
  • Wittlich: Demeterhof, 300-350m üNN, sandiger Lehmboden, mittlere Niederschläge, weniger rauhe Lage, 50 Bp.; Bauer: Paul Brandsma
  • Zülpich: Demeterhof, 100m üNN, sandiger Tonboden, geringe Niederschläge,
    80- 90 Bp., Bauer: Christian Reiske

 

01-Feldarbeit Vermehrungsstreifen
02-Farbiger Weizen

Feldarbeit auf Vermehrungsstreifen                                                        Farbiger Weizen, Hafer und Dinkel


Maßnahmen und Methoden

  • Der Einsatz von verschiedenen Standorten mit den spezifischen Standorteinflüssen.
  • Präparateinsatz/ Spezialerden: insbesondere Saatbäder mit biodynamischen Kompostpräparaten als gezielte Pflanzenentwicklungsmaßnahme.
  • Ährenbeetmethode nach M. Schmidt und G. W. Schmidt: Untersuchung der Kräfteverhältnisse zw. Kosmischen Pol (Resistenz- und Gestaltbildungskräfte/ Nahrungsqualität) und Irdischen Pol (Keimbildung/ Stoffbildung) in der Pflanze über Lagenqualitäten.
  • Anwendung jahreszeitlicher, tageszeitlicher und kosmischer Rhythmen (nach der Konstellationsforschung von G. W. Schmidt): Konstellationsaussaaten - Mondphasen und Beziehungen zw. Mond, Tierkreis und Planeten) und Festes-/Jahres- und Tageszeitenrhythmen als gezielte Pflanzenentwicklungsmaßnahmen.


Entwicklung von Hofsorten

Eine Dynamisierung der Sorten erfolgt im ersten Anbaujahr auf Kleinparzellen unter Anwendung erster Zuchtmaßnahmen. Von den geernteten Beständen erfolgt dann eine Auswahl zuchtwertiger Sorten durch Selektion sowie die Analyse zur Backfähigkeit. Jährliche Erstellung notwendiger Maßnahmen und Methoden zur Fortführung der Hofsortenentwicklung bis zur Vermehrungsfähigkeit. Weitere Vermehrungsstufen mit Backversuchen sowie Feldanbau für Vermarktung und Verarbeitung. Im Idealfall käme eine Sorte nach 7 Jahren zum wirtschaftlichen Einsatz.

 

03-Ausstellung Getreide 04-Dinkel-Hafer

Ausstellung Getreide-Vielfalt                                                             Dinkel, Hafer, Emmer, Einkorn, Weizen - mit und ohne Grannen

Finanzierung der Getreidezucht-Arbeit

Die Zucht- und Vermehrungsarbeit auf den Standorten wird unterstützt durch Spenden unseres Vereins. In 2009 wurde die Arbeit zudem durch eine großzügige Spende der Aktion Kulturland und in 2012 durch die gGAW unterstützt.


Die Getreideprojekte, wie alle unsere Projekte, sind selbstfinanziert und werden durch
Ihre Spenden und
Fördermitgliedschaften möglich gemacht. Herzlichen Dank!


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